euward10: Augustinum Stiftung vergibt Preis an Kunstschaffende mit geistiger Beeinträchtigung
Die Augustinum Stiftung in München schreibt den euward10 aus, den renommierten europäischen Kunstpreis für zeitgenössische Art Brut. Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa können sich bis zum 10. Oktober 2026 bewerben. Die Auszeichnung ist mit Geldpreisen und einem Werkkatalog im Gesamtwert von rund 30.000 Euro verbunden.
Mit dem euward vergibt die Augustinum Stiftung einen der international bedeutendsten Kunstpreise im Bereich der zeitgenössischen Art Brut. Der Wettbewerb richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, deren Werke außerhalb des etablierten Kunstbetriebs entstehen und die aufgrund geistiger, psychischer oder seelischer Beeinträchtigungen bislang nur wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhalten haben. Ziel des Preises ist es, ihre künstlerische Arbeit sichtbar zu machen und ihre Anerkennung in der europäischen Kunstlandschaft zu stärken.
Bewerbungen für euward10 aus ganz Europa möglich
Teilnahmeberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa, die bereits über ein eigenständiges künstlerisches Werk verfügen. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis 10. Oktober 2026 per Post bei der Augustinum Stiftung eingehen. Erforderlich sind unter anderem sechs Farbreproduktionen ausgewählter Werke sowie die vollständig ausgefüllten Bewerbungsformulare. Die Shortlist mit rund 20 Nominierten wird ab Ende Oktober 2026
Preise und Ausstellung im Haus der Kunst
Eine international besetzte Fachjury wählt drei Preisträgerinnen oder Preisträger aus. Sie erhalten Geldpreise und einen Katalog ihres Werks im Gesamtwert von rund 30.000 Euro. Höhepunkt des Wettbewerbs ist eine Ausstellung der ausgezeichneten Arbeiten im Haus der Kunst in München. Die Preisverleihung findet im Oktober 2027 statt, die Ausstellung ist vom 22. Oktober 2027 bis 9. Januar 2028 zu sehen.
Kunst sichtbar machen und Inklusion fördern
Der euward zählt europaweit zu den wichtigsten Auszeichnungen für Kunst im Kontext der Art Brut. Die Augustinum Stiftung möchte mit dem Wettbewerb künstlerische Qualität in den Mittelpunkt stellen und Menschen fördern, deren Werke aufgrund individueller Benachteiligungen bislang häufig übersehen wurden. Bei den vergangenen Ausschreibungen bewarben sich jeweils bis zu 600 Kunstschaffende aus mehr als 25 europäischen Ländern, darunter auch Preisträgerin Samaneh Atef mit ihrem Werk „No one saw my death“ (Bild).
Text: Konny Igel, Bild: Samaneh Atef/Augustinum Stiftung 2023
Mehr praktische Tipps und Ideen rund ums Spenden für Vereine, Organisationen und Stiftungen gibt es im gedruckten Heft. Das Fundraising-Magazin ist nicht am Kiosk erhältlich, nur exklusiv beim Verlag.
Hier geht’s zur Bestellung.
