Nachhaltige Digitalisierung: Startschuss für Kompetenzplattform

Kompetenzplattform, digitale Nachhaltigkeit, Auftaktveranstaltung in Bonn
Projektleiter Carl Ernst Müller, B.A.U.M. (li.) und DBU-Generalsekretär Alexander Bonde bei der Auftaktveranstaltung zur neuen Kompetenzplattform nachhaltig.digital.

Darum geht‘s: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Digitalisierung ist das Thema der Stunde. Dass durch die enormen Rechenleistungen aber auch Unmengen an Ressourcen verbrauchen, stand bis jetzt auf einem anderen Blatt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Bundesdeutsche Arbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) haben nun eine Kompetenzplattform für Nachhaltigkeit und Digitalisierung eröffnet.

„Digitalisierung eröffnet spannende neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle – auch für notwendige Umweltentlastungen. Gestalten wir die Digitalisierung jetzt so, dass sie hilft, Umwelt, Natur und Klima zu schützen und nicht selbst zu mehr Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung führt!“ Mit diesen Worten eröffnete der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Alexander Bonde, am 14. Mai die Kompetenzplattform nachhaltig.digital.

Vernetzung von Wissenschaft und Praxis

Es ist das gemeinsame Anliegen des Bundesdeutschen Arbeitskreises für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) und der DBU mit dem Gemeinschaftsprojekt, Nachhaltigkeitsaspekte in die Debatte um die Digitalisierung zu bringen und insbesondere in digitale Prozesse von mittelständischen Unternehmen einzubeziehen. Beim Auftaktkongress in Bonn wurden Akteure aus Wissenschaft und Praxis miteinander vernetzt, konkrete Lösungsansätze diskutiert und Folgeaktivitäten angestoßen.

Plattform soll Akteure und Kompetenzen bündeln

Der digitale Wandel biete neue Möglichkeiten und Chancen für eine Umweltentlastung, wenn durch digitale Technologien Ressourcen und Energie gespart werden können, wie etwa Smart Grids, neue Mobilitätskonzepte, Sharing-Konzepte oder 3D-Druck zeigten – solange dieser Nutzen nicht durch zusätzliche Aufwendungen aufgezehrt werde, stellte DBU-Chef Bonde dar. Umso wichtiger sei es jetzt, ökologische und gesellschaftliche Chancen und Risiken mit frühzeitigen Diskussionen konstruktiv-kritisch zu adressieren. „Dafür brauchen wir eine Plattform, auf der ein solcher Austausch stattfinden kann, der alle Antworten zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenbringt. Wir brauchen Menschen mit Kompetenzen, die beide Themen zusammenbringen wollen“, so Bonde. Über 100 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nahmen am Fachkongress von B.A.U.M. und DBU teil.

Ideale Voraussetzungen bei kleinen und mittleren Unternehmen

„Sowohl digitale Transformation als auch Nachhaltigkeitsstrategien stellen für viele Mittelständler hochaktuelle Themen dar. Wir bei Vaude nutzen digitale Tools, um unser umfassendes Nachhaltigkeitsengagement transparent darzustellen und den Dialog mit unseren Kunden zu fördern. Zugleich stärken wir dadurch unsere Innovationskraft und machen unser Unternehmen fit für die Zukunft“, stellte Dr. Antje von Dewitz dar, Geschäftsführerin des Outdoor-Ausrüsters Vaude, DBU-Kuratoriumsmitglied, gleichzeitig Mitglied des Unternehmensnetzwerks für Nachhaltigkeit B.A.U.M. und Preisträgerin des B.A.U.M.-Umweltpreis 2012 in der Kategorie KMU.

So setze das Unternehmen auf die Digitalisierung, um die komplexen Herstellungs- und Lieferwege für den Kunden transparent zu machen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) seien Impulsgeber für Innovationen in Deutschland und bringen für eine digitale und nachhaltige Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft ideale Voraussetzungen mit. „Die Kompetenzplattform nachhaltig.digital kann dabei eine zentrale Schlüsselrolle für den Mittelstand beim Entwickeln von digitalen und nachhaltigen Innovationen spielen“, sagte von Dewitz über die neu gestartete Plattform.

Entwicklung neuer Möglichkeiten und Geschäftsmodelle

Wie der Mittelstand dabei künftig durch nachhaltig.digital begleitet werden soll, stellte Plattformkoordinator Carl-Ernst Müller (B.A.U.M.) dar. Aufgabe werde sein, die Kompetenzen zu Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategien zu vernetzen und einen Austausch für die Entwicklung neuer Möglichkeiten und Geschäftsmodelle zu bieten. Wie unterschiedlich diese aussehen können, zeige die Vielfalt an den heute präsentierten Lösungen und diskutierten Chancen und Risiken für eine nachhaltige Entwicklung.

Ein Anfang sei beispielsweise eine nachhaltig-digitale Netzwerklandkarte, die Akteure und Erfolgsgeschichten rund um Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenführt, und die auf dem Kongress präsentiert wurde. „Jeder, der zu dem Thema aktiv ist, kann teilhaben. Denn nach dem Kongress geht es erst richtig los: in Arbeitskreisen und Workshops, online und offline, wollen wir weitere Schritte anstoßen.“

Text: PR
Foto: nachhaltig.digital/Veith

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