Wissen Sie, was Sie tun? – Erfolg durch Wirkungsbelege

Mit Wirkungsbelegen zum Erfolg
Wer für sein Unternehmen eine Wirkungslogik nachweisen kann, hat bessere Chancen bei Geldgebern

Darum geht's: Fundraising, Wirkungslogik, Förderziel, Qualitätsentwicklung

Geldgeber erwarten überzeugende Erfolgsnachweise: Nach welcher Logik funktioniert die Organisation? Welche Wirkungen hat sie konkret erreicht und mit welchem Aufwand? Wirkungsbelege sind eine überzeugende Argumentationshilfe bei der Fördermittelakquise. So gelangen Sie zu einer Wirkungslogik für Ihre Organisation und verbessern gleichzeitig ihre Qualität.

Eine Kausalkette, im Fachsprech „Wirkungslogik“, hilft Ihnen dreifach: Sie vermitteln damit anschaulicher, wie das Projekt im Ganzen funktioniert und wie die einzelnen Organisationsteile ineinandergreifen. Sie können Ihr Gegenüber besser überzeugen – indem Sie das, was die Organisation tut, damit verknüpfen, welche Wirkungen sie bei den Zielgruppen erreicht. Außerdem heben Sie sich vom Wettbewerb ab, denn die meisten Spendenorganisationen berichten zwar über ihre Aktivitäten, aber kaum über erzielte Wirkungen.

Welche Wirkungen sollen erreicht werden?

Wie aber gelangt man zu einer Wirkungslogik? Folgende Fragestellungen sind dabei hilfreich: Formulieren Sie, welches spezifische gesellschaftliche Problem Sie lösen wollen. Welche Ursachen führen zu dem Problem und welche Folgen ergeben sich daraus? Finden Sie heraus, welchen idealen gesellschaftlichen Zustand Sie anstreben. Welche Veränderungen oder Wirkungen bei welchen Zielgruppen sind erforderlich, um jenen Idealzustand zu erreichen?

Im nächsten Schritt ist von Bedeutung, welche Aktivitäten die Organisation zum Erreichen der gewünschten Wirkung durchführt, mit welchem Aufwand und mit welchem Ziel. Welche Wirkungen erzielt sie in Folge dieser Leistungen? Wer wurde erreicht und was konkret hat sich verändert? Schlussendlich sollte auch klar dargestellt werden, mit welchen Erhebungsmethoden Sie zu den festgestellten Ergebnissen gelangt sind.

Wirkungslogik bringt Qualitätsentwicklung voran

Natürlich ergibt sich so eine Wirkungslogik nicht nebenbei – sie erfordert eine erhebliche Bereitschaft, Abläufe zu hinterfragen, und sie kostet Zeit und Nerven. Aber: Wer sich die Mühe macht, besitzt hinterher nicht nur Wirkungsbelege, sondern erhält auch Hinweise darauf, welche Prozesse optimierungsbedürftig sind und warum Projektziele verfehlt wurden. Eine Wirkungslogik bringt also auch die Qualitätsentwicklung in Schwung!

Eine Organisation, die nachweisen kann, wie sie wirkt, dürfte ein lohnenswerteres Förderziel sein als eine, die ausschließlich von Erfolgen spricht, für die es keine Belege gibt. Wenn Sie mithilfe einer Wirkungslogik argumentieren, schaffen Sie Vertrauen und vermitteln potenziellen Geldgebern das sichere Gefühl, dass ihr Geld optimal angelegt ist.

Mehr zum Thema Wirkungslogik erfahren Sie auf www.wirkung-lernen.de

Text: Florian Hinze
Foto: Pixabay/matuska

Der Artikel ist in der Ausgabe 1/2018 des Fundraiser-Magazins erschienen.

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