Weiterhin Nachholbedarf beim Thema Digitalisierung

Immer noch viel digitales Neuland bei NGOs
Immer noch viel digitales Neuland bei NGOs

Darum geht's: Online-Fundraising, Studie, digitale Kommunikation, Youtube, Facebook

Wie maximiere ich mein Spendenvolumen? Wie erreiche ich meine Spenderinnen und Spender am besten? – Zwei einfache Fragen, die nur schwer zu beantworten sind. Dabei spielen diese für Organisationen eine große Rolle, um ihre Visionen zu erreichen. Die Altruja Online Fundraising Studie hat sich im Jahr 2019 wieder diesen und weiteren Fragen gewidmet, um die Fundraising Branche besser zu verstehen.

Die 7. Auflage der Online-Trendstudie gibt gemeinnützigen Organisationen einen aktuellen Einblick in die Branche und zeigt momentane Entwicklungen und Herausforderungen auf. Online-Spezialist Altruja befragte über 1300 Organisationen unter anderem nach derzeitigen Problemen, Investitionen und ihren wichtigsten Fundraising – sowie Online Kommunikationskanälen. Dabei zeigt sich, dass Online Fundraising immer wichtiger wird. 68 % der Befragten NGOs sind mittlerweile im Online Fundraising aktiv und der Kanal soll innerhalb der nächsten der drei Jahre zu dem wichtigsten Fundraising Kanal überhaupt heranwachsen. Doch die altbekannten Probleme zeigen sich auch dieses Jahr wieder: Die größte Herausforderung für das Digitale ist mangelndes Personal.

Die wichtigsten Online-Kommunikationskanäle von NGOs
Die wichtigsten Online-Kommunikationskanäle von NGOs

Einnahmen durch Online-Fundraising steigen

Natürlich werden auch weitere finanzielle Aspekte in der Studie beleuchtet: So investiert die Hälfte der Organisationen Beträge bis 500€ in das Online Fundraising. 36% wenden 501€ bis 5000€ und 18% über 5001€ auf. Den größten Teil ihrer Einnahmen können NGO´s durch Unternehmensspenden verzeichnen, dicht gefolgt von Förderungen durch Stiftungen. Online Fundraising hat hier bereits Geldauflagen und Straßenspenden überholen können und bestätigt damit sein hohes Potential als Spendenquelle.

Bevorzugte Kommunikationskanäle: Newsletter, Facebbook und Youtube

In der Online Kommunikation zeigt sich, dass Social Media kaum noch wegzudenken ist, um das Fundraising online zu betreiben: Als wichtigste Online Kommunikationskanäle für die befragten Organisationen lassen sich Facebook, Newsletter und YouTube erkennen. Ebenso werden Instagram und Twitter häufiger eingesetzt. Zu den weniger genutzten Kanälen zählen LinkedIn, Xing und Snapchat.

E-Mail ist für Themen wie Marketing-Automation nicht mehr wegzudenken.
E-Mail ist für Themen wie Marketing-Automation nicht mehr wegzudenken.

Nachholbedarf bei Digitalisierung

Die Digitalisierung ist nicht nur als Wort nicht mehr wegzudenken. Deswegen hat sich die Studie dieses Jahr auch zum ersten Mal mit dem Thema näher beschäftigt. Ca. 45% der Befragten schätzen den Digitalisierungsgrad ihrer Organisation als neutral, mehr als ein Drittel dagegen als gering bis sehr gering ein. Dies zeigt sich auch in der Umsetzung digitaler Themen.

Marketing Automationen, Big Data oder Künstliche Intelligenz sind bei Organisationen noch nicht an der Tagesordnung. Doch es zeigt sich: je affiner sich die Organisation einschätzt, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass sie diese Themen aufgreifen. So setzen zum Beispiel 23% der digitalen Organisationen auf Marketing Automationen.

Weiterhin behandelt die Altruja Fundraising Studie 2019 außerdem die Themen Mobiloptimierung, Online Kommunikationskanäle und zukünftige Trends im Fundraising. Die gesamte Studie stellt Altruja allen Interessentinnen und Interessenten kostenfrei auf ihrer Webseite zur Verfügung.

Text: PR
Foto: Altruja Fundraising-Studie 2019 und muneebfarman/Pixabay

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