Schöner scheitern: große Kosten statt große Spenden

Fundraising schöner scheitern
Achtung, Rutschgefahr! Fehler passieren auch im Fundraising.

Darum geht's: Fundraising, Spender-Event, Großspender, Adressdatei

Aus Fehlern kann man lernen, dafür muss man sie nicht alle selber machen! Das Fundraiser-Magazin stellt in der Serie „Schöner scheitern“ kleine und große Fehler von Fundraising-Aktionen vor. Diesmal führte eine simple Excel-Tabelle zwar zu großen Kosten, aber nicht wie geplant zu großen Spenden. Die betreffende Fundraiserin will dabei ihren Namen lieber nicht nennen.

Man sagt immer, Computer sind nur so gut wie die Menschen, die davorsitzen. Das kann ich mit der Erfahrung von einem Spender-Event leider bestätigen. Diesmal hatten wir uns für die wichtigen Spender etwas Besonderes ausgedacht: Eine aufwendig gestaltete Einladungskarte mit tollen Projektfotos sollte uns die Großspender ins Haus locken. Eine wunderbare, charmante Gelegenheit für intensive Dialoge. Ich hatte mir dafür extra ein neues Kleid gekauft!

Alles war perfekt organisiert, die Druckerei übernahm zum Glück gleich die komplette Versandabwicklung. Das würde ein großartiger Erfolg werden – wenn da nicht Excel gewesen wäre. Ich legte in der Adressdatei ein Tabellenblatt zwei an, dorthin verschob ich die ausgewählten wichtigen Leute, die wir einladen wollten. Die Druckerei nutzte dann jedoch Tabellenblatt eins, das mit den restlichen Adressen; es waren ja auch viel mehr. Wir hatten fette Kosten für Druck und Porto und beim Event ein Haus voller Gäste. Großspender waren leider keine dabei.


Foto: Pixabay/stevepb

Der Artikel ist in der Ausgabe 5/2017 des Fundraiser-Magazins erschienen.

Zurück

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Berliner Sozialamt rechnet Spenden gegen Wohngeld auf

Ausgabe von Tafelspenden in Berlin Tempelhof

Dass es im reichen Deutschland Tafeln geben muss, ist eigentlich schon ein Skandal. Doch das Berliner Sozialamt ging noch einen Schritt weiter. Es berechnete einem Wohngeld-Antragsteller Tafelspenden als Einkommen und lehnte den Antrag deswegen ab.

[...]

Wie komme ich zu einer effizienten Donor Journey?

Zielgerichtete Donor Journey: Wie das funktionieren kann, zeigt dieses Beispiel.

Viele reden von digitaler Kommunikation. Doch um das zu bewerkstelligen, müssen erst einmal Ziele und bisherigen Aktivitäten analysiert werden. Danach kann eine zielgerichtete Donor Journey entstehen. Wie das funktionieren kann, zeigt dieses Beispiel.

[...]

Mit Herz, Hirn und Hand: erfolgreiche Spendenbriefe schreiben

Storytelling richtig gemacht im Spendenbrief

Wollen Sie eine Handlung auslösen und jemanden zum Spenden bewegen, sind die richtigen Worte entscheidend. Mit ihnen erreichen Sie das Ja zu Ihrem Kommunikationsziel. Dabei kommt es nicht nur auf die Geschichte selbst an, sondern auch, wie Sie sie erzählen. Was eine gute Story ausmacht, wie sie aufgebaut sein sollte und welche Inhalte auf keinen Fall fehlen sollten.

[...]

Kennzahlen und Benchmarks – keine Angst vor Vergleichen

Kennzahlen sind auch für NPOs eine gute Orientierung.

Aktuelle Zahlen können Non-Profit-Organisationen als Orientierung bei externen Vergleichen dienen. Aber welche sind sinnvoll und wo gibt es aussagefähige Daten, die NPO nutzen können? Sara Stühlinger vom Center for Philanthropy Studies (CEPS) an der Uni Basel erklärt am Beispiel der Schweiz, welche Kennzahlen relevant sind, wo man sie findet und wie sie interpretiert werden.

[...]

Schöner scheitern durch kollektives Schweigen

Fundraising schöner scheitern

Aus Fehlern kann man lernen, dafür muss man sie nicht alle selber machen! Das Fundraiser-Magazin stellt in der Serie „Schöner scheitern“ kleine und große Fehler von Fundraising-Aktionen vor. Dass die Probleme einer einzelnen Kollegin ein ganzes Team in Mitleidenschaft ziehen können, zeigt die folgende Situation. Der Autor will dabei lieber anonym bleiben.

[...]

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Matomo“ (ehemals Piwik). Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...