„Volkstümliche Überzeugungen von Gemeinwohl sind bald passé“

Ein Kommentar von Paul Stadelhofer

Die öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit sind 2015 auf 131,6 Milliarden USDollar angestiegen. Dieses Geld wurde nicht nur gegen die Ursachen von Flucht und Vertreibung investiert. Die Flüchtlingskosten in den Geberländern werden für den Anstieg von 12 Milliarden Euro veranschlagt! Zu Recht bemerken manche, dass diese Ausgaben nicht auf den Kampf gegen Flucht und Vertreibung angerechnet werden dürften.
Man kann von diesen Zahlen halten, was man will. Etwas schön zu rechnen bedeutet nur selten, dass etwas wirklich schön ist. Warum aber sollte der Ausbau der Flüchtlingshilfe oder gar der „Willkommenskultur“ in Geberländern nicht als Signal der Entwicklungszusammenarbeit und als Signal der Überholung nationalstaatlicher Weltbilder verstanden werden? Wenn Flüchtlingskosten der Entwicklungszusammenarbeit zugeschrieben werden, sind manch volkstümliche Überzeugungen von Gemeinwohl und Gerechtigkeit vielleicht bald passé. Quasi frei nach dem Sprichwort: Arzt, hilf dir selber!
Beim Thema volkstümliche Gegenüberstellungen noch ein Schmankerl zu Wirtschaftsbetrieb und Gemeinnützigkeit: Die Charities Aid Foundation (CAF), einer der spannendsten Dienstleister für Charities weltweit, ist mit dem CAF Retail Charity Bond an der Londoner Börse gestartet und hat binnen einer Woche 20 Millionen Pfund Sterling geraised. Grund zur Freude!

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