„Haben Fundraiserinnen und Fundraiser Angst vor Benchmarks?“

Ein Kommentar von Matthias Daberstiel

Seit einigen Jahren schon gibt es das Direkt­markting-Panel (DM-Panel) der Fund­rai­sing­ver­bän­de. Mo­men­tan sind 16 NPOs aus Deutsch­land, 12 aus Öster­reich und 45 aus der Schweiz beteiligt. Diese magere Beteiligung wirft eine Frage auf: Haben Fundraiserinnen und Fundraiser Angst vor Benchmarks?
Das DM-Panel soll helfen, die eigenen Spendenbriefaktionen vergleichbarer zu machen. Die Teilnehmer liefern ihre Daten, wie Auflage und Response, und haben dafür Zugriff auf die anonymisierten Zahlen der Konkurrenz. So entsteht ein Vergleich, der für die eigene Arbeit sehr wertvoll sein kann und von vielen Fundraisern auch gewünscht wird. Doch offenbar wollen viel zu wenige eigene Daten einliefern. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Der Aufwand ist nach Aussagen Teilnehmender überschaubar. Fürchtet das fundraisende Personal die Kontrolle? Chefs lieben bekanntlich Zahlen und sind auf lange Erläuterungen nicht erpicht. Schnell steht man in einer Organisation ohne Sinn für Fehlerkultur als Versager da. Dabei sind die Gründe oft vielschichtiger. Ist es also die Angst um den Arbeitsplatz? Wenn mehr NPOs mitmachen, könnte man ja sogar nach Themen wie „Humanitärer Hilfe“ oder „Tiere“ filtern und genauere, vergleichbarere Aussagen treffen. Kriterien könnten ebenfalls angepasst und differenziert werden. Vielleicht sollten die Fundraisingverbände ihre Werbung, am Panel teilzunehmen, ja nicht an die Fundraiser, sondern an die Controller adressieren? Gut, Drohungen haben noch nie geholfen, Angst aber auch nicht.

Was meinen Sie? Schreiben Sie an meinung@fundraiser-magazin.de

Zurück

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Matomo“ (ehemals Piwik). Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...