Trauer um Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Bernhard Walter

Dr. Bernhard Walter verstorben Frauenkirche langjähriger Stiftungsratsvorsitzender

Mit Trauer und Bestürzung hat die Stiftung Frauenkirche Dresden die Nachricht vom Tod ihres langjährigen Stiftungsratsvorsitzenden Dr. h.c. Bernhard Walter aufgenommen. Dieser war am 11. Januar im Alter von 72 Jahren gestorben.

„Mehr als zwanzig Jahre hat Dr. Bernhard Walter die Stiftung Frauenkirche Dresden geprägt. Er hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Wiederaufbau der Frauenkirche möglich werden konnte“, sagte Landesbischof Jochen Bohl, der auch Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Frauenkirche Dresden ist. „Alle Freunde und Förderer des Wiederaufbaus und des Lebens dieser Kirche blicken in großer Dankbarkeit auf das engagierte und umsichtige Wirken Dr. Walters zurück."

Bernhard Walter war seit 1987 Mitglied im Vorstand der Dresdner Bank und von 1998 bis 2000 dessen Sprecher. Darüber hinaus bekleidete er verschiedene Aufsichtsratsposten in großen deutschen Unternehmen.
Besonders verdient gemacht hat sich Bernhard Walter um die Stadt Dresden. 1994 wurde er Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Frauenkirche Dresden. Der Wiederaufbau der Frauenkirche als Gotteshaus war ihm ein Herzensanliegen. Als ehrbarer Kaufmann hat er für die wirtschaftlichen Grundlagen beispielgebend Sorge getragen und so einen unersetzlichen Beitrag für das Gelingen geleistet. Die von ihm initiierte Stifterbriefaktion gemeinsam mit der Dresdner Bank trug maßgeblich zur Finanzierung des Wiederaufbaus bei, über die mit 70 Millionen Euro zwei Drittel der Gesamtspendensumme eingeworben werden konnte. Dass die Frauenkirche heute ein Ort der Versöhnung, des Glaubens und der Musik ist, verdankt sich seinem unermüdlichen Wirken für das Gotteshaus teilt die Stiftung in einer Erklärung mit und ehrt die Verdienste indem sie am Samstag, dem 31. Januar 2015, um 14 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst in die Frauenkirche einlädt.

Bernhard Walters unermüdliches Engagement für diese Stadt Dresden spiegelt sich auch in seiner Arbeit für die Kulturstiftung der Dresdner Bank wider. „Dank seines Einsatzes gewann die Stiftung nach ihrer Gründung 1991 schnell an Profil und hat bis heute einen nachhaltigen Einfluss auf die Lebendigkeit der Dresdner Kulturlandschaft“, würdigt Dr. Wolfgang Röller, Mitbegründer der Kulturstiftung und Ehrenvorsitzender des Kuratoriums, die Arbeit Walters. Bis zu seinem Tod nahm Bernhard Walter die Aufgaben des stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung wahr.

Für sein beispielhaftes Engagement wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Sein sachkundiges und kenntnisreiches bauwirtschaftliches Engagement wurde 2009 durch die Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde geehrt. Der Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen, Prof. Rainer Schach, sagte damals in seiner Laudatio, dass es nur auf den ersten Blick eine vielleicht befremdliche Konstellation sei, dass ein Bankmanager durch eine Baufakultät mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet würde. Bernhard Walter habe einen Führungsstil, der alle Verantwortungsträger einbezieht: “Er hat einen Blick und ein Gespür für das Entscheidende, das Wesentliche, das eigentlich Wichtige.”

Dr. Bernhard Walter ist am 11. Januar im Alter von 72 Jahren gestorben.

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