„Mach’ nichts, was Du nicht Deiner Familie erzählen kannst.“

Kai Dörfner, Fundraiser-Magazin 4/2013

Kai Dörfner

Kai Dörfner ist gebürtiger Münchener, Deutsch-Schweizer und Diplom-Soziologe. Nach einigen Jahren als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Wanderjugend „entdeckte“ er das Fundraising als Arbeitsfeld. Ausgebildet an der Fundraising Akademie, ist er seit 2002 bei der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (eva) tätig und leitet den Bereich Kommunikation – Freunde und Förderer. Parallel ist er Geschäftsführer der von ihm aufgebauten „eva’s Stiftung“. Seine Schwerpunkte sind Spenderpflege, Großspender und Erbschaftsmarketing. Als Dozent ist er u. a. an der Fundraising Akademie tätig. In seinem Blog Fundraising-Knigge legt er den Schwerpunkt auf Tipps zur lebendigen Gestaltung der Beziehung zwischen Förderern und Organisation.

www.fundraising-knigge.de

 

Was ist Ihr persönliches Lebensmotto?
Hast Du Luftschlösser gebaut, so braucht Deine Arbeit nicht vergebens zu sein. Jetzt setze das Fundament darunter! (H.D. Thoreau)

Was wollten Sie als Kind werden?
Busfahrer … und habe es zum U-Bahn-Fahrer geschafft (während des Studiums sechs Jahre die Spätschicht gefahren).

Was würden Sie als Unwort des Jahres vorschlagen?
Verwaltungskostenanteil. Denn es ignoriert den Wert einer funktionierenden Verwaltung für wirkungsvolle gemeinnützige Arbeit. Und: es wertet diejenigen ab, die als Mitarbeitende in der Verwaltung genauso dazu beitragen, dass die Welt etwas besser wird.

Welches politische Projekt würden Sie beschleunigt wissen wollen?
Die Energiewende.

Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Wenn der Staat einen Orden verleiht, dann hat sich derjenige meist zu brav verhalten. Also: niemandem!

Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
Das wechselt … aktuell: Juist.

Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?
Tauschen … ich …? Ich will keinen an meinen Platz lassen ;-) . Aber wenn’s sein müsste: Mit einem radelnden Postboten in Irland.

Wie lautet Ihr Fundraising-Motto?
Mach’ nichts, was Du nicht Deiner Familie erzählen kannst.

Ihre Helden in der Geschichte?
Alle, die den Mut hatten, ihren Potentaten die Stirn zu zeigen.

Ihre Helden in der Gegenwart?
Alle Menschen, die trotz Krieg / Armut / Unterdrückung in ihrem Land die Menschlichkeit bewahren.

Was würden Sie gern auch gegen den Willen einer Mehrheit durchsetzen?
Oh, vieles! Denn eine Mehrheit ist nur physisch stärker. Ganz praktisch: Kerosin besteuern,  Finanztransaktionssteuer, Verteidigungsetat zugunsten der Entwicklungshilfe umschichten …

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Reformen sind meist überfällig. So wie diese: die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen 1971 in der Schweiz.

Worüber können Sie lachen?
Ganz klar, der „Touché“ von ©Tom in der taz.die tageszeitung

Wann hört auch bei Ihnen der Spaß auf?
Üble Nachrede, Mobbing …

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Die, die zum ersten Mal passieren.

Was sollte einmal über Sie im Lexikon stehen?
Er konnte die Bedürftigen ermutigen und die Gebenden begeistern.

 

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