„Fundraising ist Beziehungsmanagement.“

Rüdiger Sornek, Fundraiser-Magazin 3/2013

Rüdiger Sornek

Rüdiger Sornek ist seit 2008 Leiter Direktkommunikation und Förderer-Service der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi/Ordensprovinz Mitteleuropa. Zuvor arbeitete der Diplom-Theologe und vierfache Familienvater als Geschäftsführer für die UNO-Flüchtlingshilfe, er war stellvertretender Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei der action medeor sowie PR-Referent des Internationalen Kolpingwerkes und Redakteur des Deutschen Kolpingwerkes in Köln. Als ehrenamtlicher Arbeitsrichter engagierte er sich am Arbeitsgericht Krefeld. Rüdiger Sornek ist seit 1998 Mitglied im Deutschen Fundraising Verband e. V. und gehörte seit 2004 als Beisitzer dem Vorstand an. 2006 wurde er zum Vorsitzenden gewählt und führte das Amt bis November 2008.

 

Was ist Ihr persönliches Lebensmotto?
Das Leben ist ein Geschenk und jeder Tag eine neue Herausforderung, die Freude dieses Geschenkes zu entdecken.

Was wollten Sie als Kind werden?
Ich hatte keine festen Berufswünsche, sondern wollte in die weite Welt hinaus. Am ehesten wollte ich Schriftsteller werden, denn ich dachte, dann könnte ich leben, wo ich möchte.

Was würden Sie als Unwort des Jahres vorschlagen?
Homophobie.

Welches politische Projekt würden Sie beschleunigt wissen wollen?
Den Schutz des Menschen sichern, denn das Leben ist heute an den Rändern sehr gefährdet: das ungeborene  Leben durch Abtreibung und der alte Mensch durch Sterbehilfe.

Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Allen denjenigen, die ihrem Gewissen folgen und sich trauen, etwas gegen den Mainstream zu sagen.

Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
Ein Haus an der Nordsee oder eine Almhütte im Hochgebirge.

Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?
Ich würde gerne einmal mit Georg Gänswein tauschen.

Wie lautet Ihr Fundraising-Motto?
Fundraising ist Beziehungsmanagement.

Ihre Helden in der Geschichte?
Mutter Teresa – ich war zu ihrer Selig­sprechung in Rom.

Ihre Helden in der Gegenwart?
Papst Benedikt und Papst Franziskus.

Was würden Sie gern auch gegen den Willen einer Mehrheit durchsetzen?
Ich würde in der europäischen Verfassung die christlichen Wurzeln Europas wieder klar ausformulieren.

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Die Europäische Union ist für mich ein Friedenswerk und ich bewundere immer wieder neu, dass es trotz vieler Angriffe immer wieder gelungen ist, dieses Werk weiterzuführen – besonders jetzt in der aktuellen Situation der Finanzkrise.

Worüber können Sie lachen?
Situationskomik – mir gefällt der britische Humor im Bereich des Testament-Fundraisings.

Wann hört auch bei Ihnen der Spaß auf?
Wenn der Spaß sich zum persönlichen Schaden entwickelt.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Fehler gehören zum Leben und passieren immer wieder. Wichtig dabei ist, eigene Fehler zu erkennen und bereit zu sein, daraus zu lernen und wieder neu zu beginnen.

Was sollte einmal über Sie im Lexikon stehen?
Das sollen andere entscheiden.

 

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