Vom Projekt zur Mission

Mission-based Fundraising

Jeder kennt das: Spenderinnen und Spender möchten gern für ein Projekt spenden, beschweren sich über Verwaltungskosten und erwarten höchste Professionalität. Ein Widerspruch? Dr. Kai Fischer ging diesem Anspruch und auch der Frage nach, wieso wir immer weniger Spender haben. Schon länger ist das sein Thema, das er nun kompakt im Buch „Mission-based Fundraising“ zusammenfasst.
Seine Antworten sind nicht einfach, denn sie könnten bedeuten, Spenderinnen und Spender zu verlieren, mittelfristig aber das Spendenwesen auf ganz neue Füße zu stellen. Fischer analysiert sehr treffend, dass viele Organisationen zwar die Frage nach dem „Wie“ wir arbeiten und „Was“ wir tun gut beantworten, was zum Schluss auch zu Projektzentrierung und Appellen an die Förderer führt. Die Warum-Frage aber wird viel zu wenig gestellt. Dabei kann die Beantwortung dieser Frage viel mehr mobilisieren und inspirieren, wie er an einigen Beispielen treffend darstellt.
Fischer ist es gelungen, die große Frage für NGOs aufzuwerfen. Sind wir getrieben von unseren Unterstützern oder reißen wir sie mit den intrinsischen Werten unserer Organisation mit? Kommen Mission und Projekt in Einklang, ist es nach seiner Ansicht viel einfacher, Menschen für eine Spende zu gewinnen und zu binden.
Insgesamt ein sehr überzeugendes Plädoyer für ein Umdenken. Gerade für jüngere Organisationen ein Gewinn für die Strategieentwicklung. Für ältere Organisationen ist das sicher nicht einfach umzusetzen, aber bei immer weniger Spenderinnen und Spendern alternativlos.

Matthias Daberstiel

Kai Fischer. Mission-based Fundraising. BOD. 2018.
244 Seiten. ISBN: 978-3-98174-572-6. [D] 39,95 €, [A] 49,99 €.

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