Breite Initiative startet Kampagne für offene Gesellschaft

Darum geht‘s: Demokratie, Förderung, Initiative, Bundestagswahl, Gesellschaft

Mit Unterstützung von Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Kultureinrichtungen, Unternehmen und Prominenten ist die Initiative Offene Gesellschaft gestartet. Ein Jahr vor der Bundestagswahl ruft die Initiative alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv für ein offenes und demokratisches Deutschland einzutreten. Junge Projekte können bei der Robert-Bosch-Stiftung Fördermittel beantragen.

"Obwohl mehr als vier Fünftel der Wählerinnen und Wähler ihr Votum für Freiheit und Demokratie abgeben, gilt die ganze Aufmerksamkeit der Politik dem einen Fünftel, das eine offene Gesellschaft nicht will", sagte der Sozialpsychologe und Mitinitiator Harald Welzer von der Stiftung futurzwei in Berlin. "Das wollen wir ändern."

Der Mehrheit eine Stimme geben

Ziel der Initiative"Offene Gesellschaft" ist es, der schweigenden Mehrheit im Jahr vor der Bundestagswahl eine Stimme zu geben und eine positive Debatte über die Zukunft der offenen Gesellschaft zu führen. Die Initiative wird von Vertretern der Zivilgesellschaft aus allen Bereichen getragen.

"Wir unterstützen die Initiative, weil gerade die Mitte der Gesellschaft ermutigt werden muss, sich für ihre Werte stark zu machen", sagte der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, bei der Pressekonferenz. Die Diakonie mit über 400.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 700.000 Freiwilligen unterstützt die Offene Gesellschaft mit vielen Veranstaltungen und Aktionen.

Auch der scheidende Direktor des Victoria and Albert Museums, Martin Roth, setzt sich ab sofort persönlich für die Initiative ein. "Es ist nicht die Zeit für business as usual. Man muss sich politisch wieder viel mehr für die Demokratie und für die offene Gesellschaft engagieren", so Roth.

Aktionen werden finanziell gefördert

Mindestens 365 Aktionen sollen bis zur Wahl unter dem Dach der Offenen Gesellschaft in Deutschland stattfinden. Mitmachen kann jeder - Einzelpersonen, genauso wie Kommunen, Vereine, Institutionen oder Unternehmen. Die Initiative bietet für alle Interessierten Unterstützung und Leitfäden für eigene Aktivitäten. Gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung wurde hierfür ein Förderprogramm ins Leben gerufen, bei dem bis zu 3.000 Euro für die eigene Idee beantragt werden können.

Über 50 Aktionen und Veranstaltungen stehen bereits fest, darunter Debatten, Festivals, Barcamps, Lesungen, Filmpremieren oder Theaterstücke. Schon heute hat die überparteiliche Initiative mehr als 500 Freundinnen und Freunde. Gefördert wird die Initiative von der Robert Bosch Stiftung, der Bertelsmann Stiftung, den Open Society Foundations und der Diakonie Deutschland.

Text: PR

Foto: Offene Gesellschaft/Facebook

Zurück

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Geld aus der Traumfabrik: Als Drehort zu mehr Einnahmen

Was haben der „Tatort“ und „Game of Thrones“ (Foto) gemeinsam? Beide spülten als Filmkulisse Geld in die Kassen von denkmalschützenden Stiftungen. Finanziell scheint es sich zu lohnen. Für die Öffentlichkeitsarbeit ist es unbezahlbar, wie die Beispiele Kloster Eberbach und Leuchtenburg bei Seitenroda zeigen.

[...]

Holocaust-Überlebende: Das stille Leid der letzten Zeugen

Über 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg leiden Juden, die dem Tod entkommen konnten, noch immer unter ihrem Schicksal – und leben vielfach am Rand des Existenzminimums. Um diese letzten Zeitzeugen wenigstens am Ende ihres Lebens zu unterstützen, hat die Schweizerin Anita Winter die Gamaraal-Foundation gegründet.

[...]

Fußball-Bundesliga: So spendabel sind die Klubs

Bundesliga-Aktionsspieltag gegen Rassismus und Ausgrenzung.

Am Ende der Bundesliga-Saison ziehen Fußballvereine Bilanz. Nicht nur in sportlicher Hinsicht, auch mit Blick auf ihr soziales Engagement: 28 Millionen Euro spendeten die Klubs in der vergangenen Saison – an 450 gemeinnützige Projekte. Mehr als jemals zuvor.

[...]

Verbrauchsstiftungen: Wohltätigkeit mit Verfallsdatum

Die Zinsen sind weiterhin auf dem Tiefpunkt – für Stiftungen eine echte Herausforderung. Eine sinnvolle Alternative sind Verbrauchsstiftungen, die im Gegensatz zu „normalen“ Stiftungen nicht auf Ewigkeit angelegt sind und auch mit ihrem Grundkapital statt nur mit ihren Erträgen fördern können. Sie bieten sich zum Beispiel für Kommunen und Kreise innerhalb der Flüchtlingsarbeit an.

[...]

Wirbel um Großspende an Klitschko Stiftung

Eine Großspende von 253.000 Euro an die Klitschko Foundation in Kiew, hat mittlerweile nicht nur den Vorstandsvorsitzenden eine Energiedienstleisters zu Fall, sondern auch die Maecenata-Stiftung in die Schlagzeilen gebracht. Für die Klitschko Foundation ist die Berichterstattung über die Spende einfach nur beschämend.

[...]

Umweltpreis an Fairphone-Gründer und Recycling-Experten

Fairphone statt ständig neue Smartphones. Der mit 500 000 Euro dotierte Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geht in diesem Jahr an Bas van Abel, der etwas gegen den übersteigerten Verbrauch von Handys und Smartphones tun will, und die Recycling-Experten Angelika Mettke und Walter Feeß.

[...]

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Piwik“. Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...