100 Millionen Euro für wirksam Engagierte

Sie gilt als die reichste Frau Deutschlands, Susanne Klatten. 100 Millionen ihres Vermögens will die BMW-Großaktionärin in den nächsten fünf Jahren in gemeinnützige und wirksame Projekte stecken. Bei der Bewerberauswahl soll ihr Phineo helfen.

100 Millionen Euro will Susanne Klatten in den kommenden fünf Jahren in gemeinnützige Organisationen investieren. Wie Sie auf einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt gab, will Sie dafür keine Stiftung gründen sondern hat dazu die SKala-Initiative gegründet. Rund 100 gemeinnützige Organisationen und Vorhaben in den Förderbereichen Inklusion und Teilhabe, Kompetenz- und Engagementförderung, Brücke zwischen den Generationen sowie Katastrophenhilfe sollen davon profitieren.

Partner bei der Auswahl der Projekte und der Entwicklung der Initiative ist das Analyse- und Beratungshaus PHINEO, was dadurch einen weiteren Schritt macht, neben dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) dass das Spendensiegel vergibt, einen weiteren Standard für die Wirkung von sozialen Organisationen durchzusetzen.

Hilfe für Engagierte

„Ich möchte engagierten Menschen, die mit ihren Ideen und Aktivitäten unser Gemeinwesen stärken, fördern und ihnen Anerkennung geben. Die SKala-Initiative wird das Miteinander stärken und Menschen neue Wege und das Wachstum ihres Engagements ermöglichen“, erläuterte Susanne Klatten bei der heutigen Vorstellung der SKala-Initiative in Berlin ihre Motivation. Wichtig sei ihr besonders bereits erfolgreiche Organisationen zu stabilisieren und Ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Deshalb auch die Zusammenarbeit mit Phineo, das in den letzten Jahren in vielen der von Skala unterstützten Gebieten bereits Analysen von NGOs durchgeführt hat und über einen gute Datenbasis wirksamer Projekte verfügt.

Entscheidung trifft Klatten

SKala startet ab sofort mit drei Förderprojekten. Die ersten 1,7 Millionen Euro gehen an eine bundesweite Aufklärungskampagne für den Umgang mit Demenzerkrankten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, ein Paten-Projekt für benachteiligte Kinder in Berlin-Neukölln des Morus 14 e.V. und ein Berufsvorbereitungsprogramm für Flüchtlinge im Landkreis Fulda der Perspektiva gGmbH sind die ersten drei Glücklichen. Die Vorschläge wer in den Kreis der 100 Organisationen kommt, die von dem 100 Millionen-Topf profitieren, macht zukünftig Phineo. Das wird die Organisation sicher stärken und Ihr noch mehr Aufmerksamkeit und vor allem noch mehr Bewerber bescheren, die sich von dem Beratungshaus auf Ihre Wirkung prüfen lassen wollen. Die Entscheidung, welches Projekt unterstützt wird trifft aber Klatten selbst.

Bewerbungen ab 2017 möglich

Ab Frühjahr 2017 können sich Organisationen mit einem Projekt um eine Förderung bewerben. „Mit SKala unterstützen wir Projekte, die wirkungsvoll arbeiten und nachhaltig zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen. Gutes wirksam zu fördern heißt aber auch, sich als Förderer selbst in die Pflicht zu nehmen. Dazu gehören eine transparente Arbeitsweise, eine Orientierung an den wirklichen Bedarfen der Organisationen und eine nachhaltige Förderung - daran werden wir uns messen lassen“, erklärt Dr. Andreas Rickert, Geschäftsführer der gemeinnützigen PHINEO AG.

Foto: Marco Urban/Phineo

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