Deutscher Spendenrat startet Transparenz-Schulungsprogramm

Darum geht‘s: Transparenz, Spenden, Rechnungslegung, Weiterbildung

Der Deutschen Spendenrat e.V. hat am 1. November eine neue Initiative für mehr Transparenz im dritten Sektor mit dem Titel „Transparenz-leicht-gemacht“ gestartet. Gemeinnützigen Organisationen in Deutschland soll mit dem Projekt geholfen werden, seriösen Strukturen aufzubauen und aussagekräftigen Finanzdaten zu erstellen.

Jetzt um Plätze bewerben

Kern der Initiative des Spendenrates ist ein Schulungsprogramm mit Experten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, die mit den Organisationen gemeinsam an einer Strategie für mehr Transparenz arbeiten wollen. Der erste dieser Workshops, findet bereits am 17. Dezember 2016 in Tönisvorst statt, kostet 35 Euro und wird vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Vereine und Stiftungen können sich beim Spendenrat um einen Platz bewerben. Bevorzugt werden eher kleine und mittlere Organisationen.

In 2017 soll es dann auch einen Transparenz-Test im Internet geben, der Defizite aufdecken helfen soll. Ebenfalls geplant sind kostenfreie Einzelberatungen für die es ebenfalls ein Bewerbungsverfahren geben wird und die der Spendenrat mit der Unterstützung seiner Mitgliedsorganisationen sowie der Expertise seines Alleinstellungsmerkmals, dem Wirtschaftsprüferausschuss, realisieren will.

Zugewinn an Transparenz erwartet

„Die wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen an den gemeinnützigen Sektor, wie beispielsweise die Integration von Geflüchteten, führen dazu, dass die freiwillig und ehrenamtlich Tätigen beim Aufbau professioneller und seriöser Organisationsstrukturen stark gefordert sind. Mit diesem Projekt wollen wir die Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Transparenz begleiten und das Feld der strukturiert und transparent geführten Organisationen vergrößern“, sagt die Geschäftsführerin Daniela Felser. Ein Zugewinn an Transparenz in den Bereichen Mittelherkunft, Mittelverwendung und internen Organisationsstrukturen soll allen Akteuren des zivilgesellschaftlichen Engagements, insbesondere auch Spendern und Zuschussgebern dienen. Für die interessierte Öffentlichkeit soll damit soziales, aber auch notwendiges wirtschaftliches Handeln gemeinnütziger Organisationen sichtbarer und leichter nachvollziehbar werden.

Mehr zum Programm Transparenz leicht gemacht.

Text: MD/PR, Foto: Deutscher Spendenrat

Zurück

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anweisung vom Minister? Finanzamt geht weiter gegen Attac vor

Attac-Aktivisten demonstrieren an der Frankfurter Börse gegen G20.

Nächste Runde im Rechtsstreit zwischen Finanzamt und Attac: Nach dem ein Gericht den Globalisierungskritiker die Gemeinnützigkeit bestätigte, will die Behörde jetzt eine Revision erzwingen. Die Aktivisten werfen Finanzminister Schäuble deshalb vor, eine Kampagne gegen sie zu betreiben.

[...]

Crowdfunding für Journalismus: R wie Rekord

Am Eingang zum Hotel Rothaus hängt das Manifest der "Republik".

10.000 Unterstützer und mehr als 2,5 Millionen Franken – gewonnen und eingenommen durch Crowdfunding: Das Schweizer Online-Magazin „Republik“ hat in wenigen Tagen nicht nur die eigenen Ziele übertroffen, sondern nebenbei noch ein paar Fundraising-Rekorde eingestellt. Viel Vorschusslorbeer für das Team um Constantin Seibt.

[...]

Büro für Offensivkultur: Musikalische Eingreiftruppe gegen Rechts

Konstantin Wecker gründete das "Büro für Offensivkultur"

Viele Musiker wenden sich in ihren Liedern gegen Rassismus und Hass – doch nur wenige gehen dorthin, wo es brennt. Die Liedermacher Konstantin Wecker und Heinz Ratz machen genau das: Sie treten auf Demos und Kundgebungen auf. Jetzt haben beide das "Büro für Offensivkultur" gegründet. Eine Plattform, die kritische Musiker und soziale Bewegungen zusammenbringt.

[...]

Mit heißer Nadel: Seniorinnen häkeln für den eigenen Spaß

Die Häkelmützen gibt es in vielen Variationen

Der Klassiker sind wohl die Kekse, die eifrige Pfadfinder seit Menschengedenken an amerikanischen Türen für einen guten Zweck verkaufen. Inzwischen gibt es unzählige Variationen dieser Idee, seien es Socken oder Mützen. Das Kasseler Projekt „Alte Liebe“ hat daraus ein Social Business gemacht, das auch noch den Dialog zwischen „Jung“ und „Alt“ fördert.

[...]

Want a Ride? – Autofahrer sollen Flüchtlinge integrieren

Fahrräder sind ja keine schlechte Sache. Die ermöglichen Flüchtlingen eine gewisse Mobilität. Daneben fahren aber Autos, die nur selten voll besetzt sind. Für regelmäßig stattfindende Fahrten bietet das Projekt WelcomeRide per App die Möglichkeit, Flüchtlinge einfach mitzunehmen. Und sich im Idealfall so kennenzulernen.

[...]

Recherchebüro Correctiv: 100.000 Euro gegen Fake-News

Großspende gegen Falschmeldungen: 100.000 Euro – so viel überlässt die Stiftung des Investors George Soros dem Recherchebüro Correctiv. Die deutschen Journalisten sollen damit Fake-News im Internet entlarven. Im Fundraiser Magazin erklärt Correctiv-Chef David Schraven, warum er sich dabei nicht von Facebook abhängig machen will.

[...]

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Piwik“. Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...