„Wir sollten nicht ein Übel durch ein anderes ersetzen“

Ein Kommentar von Rico Stehfest

Die Produktion von Fleisch verbraucht enorm viele Ressourcen. Eine vorwiegend fleischliche Ernährung schadet der eigenen Gesundheit. Das wissen wir. Und obwohl es nach wie vor als hipp gilt, sich mit Smoothies und anderen Leckereien auf pflanzlicher Basis etwas Gutes zu tun, sind Veganer und ihre Sinnungsgenossen nicht in der Mehrzahl. Das zeigt auch nicht zuletzt das Angebot von „Billigfleisch“ in den Discountern.
Wie viele Tiere man im Lauf der Zeit konsumiert und wie hoch der Ressourcenverbrauch für deren Produktion individuell anfällt, zeigt ein Online-Rechner an. Dieser Versuch der transparenten Aufklärung ist nicht schlecht. Nur führt die Formulierung, durch Fleisch-Verzicht würden Tiere „gerettet“ werden, in die Irre. Auch wenn eine solche Art der Argumentation nachvollziehbar ist, ist sie unsachlich.
Kritisch ist auch der Aspekt des Einsparens von Ressourcen zu sehen. Auch die vegetarische Alternative verbraucht in ihrem Produktionsprozess Ressourcen, und das nicht zu knapp. Angesichts dessen überrascht es, dass der Rechner mit seinen weiterführenden Informationen tatsächlich niemanden zum Vegetarismus bekehren will. Die Zahlen sprechen ganz für sich. Diese Neutralität tut gut. Auf dieser Basis ließe sich durchaus eine nicht selten hitzige Diskussion entschärfen. Nur hilft es recht wenig, Tofu als Alternative zu Fleisch zu preisen. Weg mit der Massentierhaltung, her mit den Lebensmitteln vom anderen Ende der Welt?

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