Sabine Volkert mag das Meer

Sabine Volkert, Fundraiser-Magazin 5/2014

Sabine Volkert

Sabine Volkert ist Mitinitiatorin des Netzwerks für gemeinnützige Organisationen Rhein-Neckar hilft (www.rhein-neckar-hilft.de). Über sich selbst und ihren Werdegang gibt sie hier folgendermaßen Auskunft:
„Gezeugt auf einem Hochseefrachter zwischen Panama und Costa Rica. Auf­ge­wach­sen auf den Zubringern zum väterlichen Schiff. Alle Schulen der Republik ken­nengelernt und doch was Anständiges gelernt. Einen Titel hinterhergeschoben und die wesentlichste Erkenntnis von den Eltern mit auf den Weg bekommen: Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann. Das Hafenwasser war mit Weltoffenheit getränkt und die Neugierde auf fremde Länder und aufregende Gebräuche groß. Nachhaltig die Erfahrungen auf großer Fahrt beim ersten Kontakt mit Hunger, Armut und Krankheit. Blinder Aktionismus folgte diesen Eindrücken. Hilfloser Helfer und doch irgendwie was bewirkt. Jahre später – das Engagement ließ nicht nach – zu Ohren bekommen, dass es sich hierbei um einen anständigen Beruf handelt: Fundraising. In der Folge wildes Verschlingen von Fachliteratur und eine Punktlandung in einer gemeinnützigen Institution. Erste Erfolge. Nun, wissend was zu tun war, die Erfahrungen in den Aufbau eines Kinderhospizes eingebracht. Danach einem großen Schlachtschiff der Wohlfahrt medial auf die Sprünge geholfen und noch ein Zertifikat („so wie sich das gehört“) erworben. All dies geschah in den vergangenen 45 Jahren und alles, was ich auf dem Weg dahin gelernt, gesehen und erlebt habe, war wie eine Ausbildung auf das, was ich heute mit großer Freude umsetze … Fundraising!“

  1. Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Ein guter Tag beginnt …
    … mit einer gut gelaunten Familie und zwei Tassen Kaffee.
  2. Was wollten Sie als Kind werden?
    Kapitän
  3. Was würden Sie als Unwort des Jahres vorschlagen?
    Zeitfenster
  4. Welches politische Projekt würden Sie gern beschleunigen?
    In Europa: Die Energiewende – Global: Frieden in Nahost
  5. Sie machen eine Zeitreise in das Jahr 1990. Was würden Sie dort tun?
    Meinen Auslandsaufenthalt in Südamerika um ein Jahr verlängern und einen Kokosnuss-Stand in Same (Ecuador) eröffnen.
  6. Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
    Abie Nathan (israelischer Friedensaktivist), weil er sich über alle Bedenkenträger hinwegsetzte und schlimmste Repressalien in Kauf nahm um sein Ziel zu erreichen. Menschen wie Abie sind meine Inspiration im Fundraising.
  7. Sie treffen den reichsten Menschen der Welt im Aufzug. Was sagen Sie ihm?
    Ich würde vermutlich kein Wort herausbringen und falls doch, würde ich ihn fragen, ob er sich noch an die Zeit vor seinem Reichtum erinnert und wie sich dieses „Reichsein“ anfühlt. Ob sich Zufriedenheit einstellt, wenn man alle materiellen Wünsch erfüllen kann. Wenn wir auf einer Wellenlänge sind, würde ich um die private Mailadresse bitten und dann meine Netze auslegen …
  8. Wer ist für Sie ein Held?
    Privat: Mein Mann. Er ist als Kind in einen Topf mit Philanthropie gefallen. Global: Alle Menschen, die sich für das Wohl anderer einsetzen und aktiv werden.
  9. Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
    Auf Föhr. Genauer gesagt in der Ortschaft Nieblum und bitte einen Steinwurf vom Meer entfernt.
  10. Was tun Sie, wenn Sie nichts zu tun haben?
    Ich grabe mich durch meinen Dachgarten, sammle Regenwürmer, animiere sie zur Fortpflanzung und akquiriere hungrige Marienkäfer für meine blattlausgeschädigten Pflanzen. Bei Sonnenschein mache ich zur allgemeinen Erheiterung Yoga.
  11. Worüber können Sie lachen?
    Ich verfüge über keinen fein ziselierten Humor. Ich lache über fast alles, über was man nicht weinen muss.
  12. Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
    Fachlich: Fehler, die im Prozess entstehen. Menschlich: Schusseligkeit und Vergesslichkeit.
  13. Was war früher besser?
    Auf jeden Fall das Autodesign.
  14. Was sollte über Sie im Lexikon stehen?
    Besser nichts!
  15. Zum Abschluss vervollständigen Sie bitte diese Aussage: Eine Spende ist für mich …
    … ein wertvolles Gut, welches ich verantwortungsvoll seinem Zweck zuführen möchte.

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