Fragebogen: Jona Hölderle beackert „dieses Neuland“

Jona Hölderle

Jona Hölderle (www.pluralog.de) macht was mit diesem Internet und gemeinnützigen Organisationen. Er bewegt sich also im „Neuland“. Dabei hätte aus dem studierten Verwaltungswissenschaftler auch was Richtiges werden können, wäre da nicht dieses Internet und seine Möglichkeiten im Fundraising und Ehrenamt dazwischengekommen.
Während er das Internet für seine disruptive Art zu schätzen weiß, mag er an gemeinnützigen Organisationen den enormen Rückenwind, den die Ehrenamtlichen und Spender mitbringen. Sein Antrieb ist es, dieses soziale Kapital auch in Zukunft zu heben.
Seinen Schwerpunkt hat er dabei im Online-Fundraising, schließlich ist eine Spende der beste Einstieg in eine Organisation. Aber auch um den kommunikativen Teil des Internets in Form sozialer Medien kümmert er sich, ganz egal ob als Berater, im Fundraising beim NABU, als Blogger unter www.sozialmarketing.de, als Referent auf Kongressen und Tagungen oder mit eigenen Projekten wie www.pluragraph.de und www.some.io. Kurz: Von ihm wird Neuland gut beackert.

  1. Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Ein guter Tag beginnt …
    … spät.
  2. Was wollten Sie als Kind werden?
    Nichts von dem, was diese Erwachsenen immer machen müssen. Die Vorstellung eines festen Berufes hat mich eher abgeschreckt. Ich glaube das war auch der einzige Grund, warum ich nach der Realschule Abitur gemacht und studiert habe. Einfach um mich nicht auf eine Zukunft festlegen zu müssen.
  3. Was würden Sie als Unwort des Jahres vorschlagen?
    Wirtschaftsflüchtlinge, weil ich diese „Die kommen ja nur, weil sie ein besseres Leben haben  wollen“-Attitüde unerträglich finde.
  4. Welches politische Projekt würden Sie gern beschleunigen?
    Das freie Internet als neutrale Infrastruktur und die Überwindung des Nationalstaats.
  5. Sie machen eine Zeitreise in das Jahr 1990. Was würden Sie dort tun?
    Durch viele Länder und Gegenden, die es heute so nicht mehr gibt, reisen. Programmieren lernen und natürlich ein Haus im Berliner Umland kaufen.
  6. Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
    Harald Schmidt sagte mal: „Was ist das für ein Land, in dem Menschen wie ich einen Preis bekommen?!“ Recht hat er und alleine dafür auch einen Orden verdient.
  7. Sie treffen den reichsten Menschen der Welt im Aufzug. Was sagen Sie ihm?
    In Berlin hält man ja viel darauf, sich einfach zu ignorieren. Das kommt einem schüchternen Menschen wie mir entgegen. Ansonsten würde ich Bill Gates nur sagen, dass ich es gut finde, früh aus der Firma auszusteigen und sich mit Zeit und Geld gemeinnützig zu engagieren.
  8. Wer ist für Sie ein Held?
    Ein Held ist für mich jemand, der den Sprung vom „Man müsste“ zum Machen schafft.
  9. Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
    Am Wasser, bei Freunden, weit genug im Süden, sodass es im Winter erst nach acht dunkel wird.
  10. Was tun Sie, wenn Sie nichts zu tun haben?
    Lesen und mit meiner Tochter im Garten schaukeln.
  11. Worüber können Sie lachen?
    Ich lache am liebsten mit Menschen, die sich freuen, und über kruden Wortwitz.
  12. Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
    404 Fehler
  13. Was war früher besser?
    Die Zukunft. Aber sonst glaube ich, dass wir ganz zufrieden sein können, im Hier und Jetzt zu leben.
  14. Was sollte über Sie im Lexikon stehen?
    Er hat sich stets bemüht.
  15. Zum Abschluss vervollständigen Sie bitte diese Aussage: Eine Spende ist für mich …
    … eine schöne Form der Wertschätzung und die einfachste sinnvolle Form des Engagements.

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