Es gibt keinen Grund, nicht zu fragen …

Jörg Eisfeld-Reschke, Fundraiser-Magazin 5/2012

Jörg Eisfeld-Reschke

Jörg Eisfeld-Reschke leitet ikosom, das Institut für Kommunikation in sozialen Medien. Seine Expertise für Online-Kommunikation und -Fundraising vermittelt er in Vorträgen, Studien und Seminaren. Zudem ist der 28-Jährige Lehrbeauftragter an der Universität Magdeburg, Referent bei zahlreichen Fachveranstaltungen sowie Autor mehrerer Publikationen und Studien in den Themenbereichen Fundraising und ePartizipation. Er gehört zum Autorenteam von sozialmarketing.de und schreibt gemeinsam mit Maik Meid den Fundraising-Wochenrückblick.

www.ikosom.de
www.eisfeld-reschke.de

 

Was ist Ihr persönliches Lebensmotto?
„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ von Erich Kästner

Was wollten Sie als Kind werden?
Journalist. Anstatt über andere zu schreiben, möchte ich heute aber lieber Themen setzen.

Was würden Sie für das Unwort des Jahres vorschlagen?
Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen

Welches politische Projekt würden Sie beschleunigt wissen wollen?
Eine tiefgreifend politische Europäische Union.

Wem würden Sie mit welcher Begründung einen Orden verleihen?
Heide Simonis. Sie hat dem freiwilligen Engagement von Jugendlichen in Schleswig-Holstein viel Wertschätzung entgegen gebracht und mich inspiriert.

Wo hätten Sie gern Ihren Zweitwohnsitz?
In Quintana Roo (Mexiko) an der Lagune der sieben Farben.

Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?
Klaus-Peter Wolf. Dort, wo er die Inspiration für seine Ostfriesen-Krimis herholt, da muss auch noch was für mich sein.

Wie lautet Ihr Fundraising-Motto?
Es gibt keinen Grund, nicht zu fragen. Fragen und Zuhören sind die besten Instrumente für ressourcenorientierte Gespräche.

Ihre Helden in der Geschichte?
Sie haben mich noch nicht gefunden.

Ihre Helden in der Gegenwart?
Der ägyptischer Blogger Wael Ghonim, der sich für Demokratie und Freiheit einsetzt.

Was würden Sie gern auch gegen den Willen einer Mehrheit durchsetzen?
Einführung von Lernen durch Lehren im Schulunterricht und den flächendeckenden Einsatz von digitalen Lerntools in der weiterführenden Schule.

Welche Reform bewundern Sie ammeisten?
Die Urheberrechtsreform, die das Teilen, Verändern und Interpretieren von digitalen Inhalten fördert, nicht verhindert. Vielleicht kommt sie ja irgendwann.

Worüber können Sie lachen?
Situationskomik. Und über meine eigenen Witze.

Wann hört auch bei Ihnen der Spaß auf?
Rassismus, Gewalt und Ungerechtigkeit.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Fehler, die aus Unwissen geschehen und danach schnell eingesehen werden.

Was sollte einmal über Sie im Lexikon stehen?
Auf Papier? Das liest dann doch keiner mehr. Aber einen Wikipedia-Artikel könnte mir in zehn Jahren mal jemand schreiben.

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