Tagungsrückblick auf neue Perspektiven der Museumsfinanzierung

Darum geht‘s: Museumsfinanzierung, Spenden, Tagungsbericht

Anfang November fand die Tagung: „Zwischen kulturellem Reichtum und knappen Kassen“ des Arbeitskreises Museumsmanagement bei der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg in Rosengarten-Ehestorf mit Unterstützung des Fundraiser-Magazins statt. Die Ergebnisse sind nun auch als Buch erschienen und können nachgelesen werden.

Museumsfinanzierung ist ein dauerhaft dringendes Thema mit hoher Priorität in den Museen. Entsprechend interessiert und engagiert nahmen über 130 Teilnehmer aus ganz Deutschland an der Tagung „Zwischen kulturellem Reichtum und knappen Kassen. Perspektiven der Museumsfinanzierung“ des Arbeitskreises Museumsmanagement teil.

Theorie und Praxis des Museumsfinanzierung

13 Referenten aus Kulturpolitik, Museumsszene und Fundraising-Bereichen gaben Einblicke in aktuelle Förderstrukturen und alternative Spendenakquise-Möglichkeiten. Für die Teilnehmer der Tagung besonders interessant war die ausgewogene Mischung aus Praxisorientierung und theoretischer Untermauerung. Einen Beitrag zur Meta-Ebene der Finanzierungsdiskussion trug Prof. Dr. Oliver Scheytt, unter anderem Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft, vor, indem er mit Selbstvergewisserungs-, Partnerschafts- und Aktivierungsstrategien eine neue, stärker langfristig orientierte Denkweise und Haltung von Museen anregte. Diesen Fokus vertiefend stellten Dr. Matthias Dreyer und Prof. Dr. Rolf Wiese, beide Mitglieder des Arbeitskreises Museumsmanagement, die Vorteile und Chancen strategisch ausgerichteter Museumsarbeit dar und ermutigten zu einer Diversifikation in den Rechtsformen.

Sind sie bereit für eine Großspende?

Viel diskutiert, insbesondere während des kommunikativ ausgerichteten Rahmenprogramms, wurden die Praxisbeispiele, von langfristigen Verträgen mit Kommunen über internationale EU-geförderte Kulturprojekte und Microfundraising. Sie erlauben Museen unterschiedlicher Größe, Trägerschaft und Personalausstattung, Ansätze für die eigene Arbeit abzuleiten.

Eine andere Strategie, Menschen für einen finanziellen Beitrag zu gewinnen, erläuterte Ehrenfried Conta Gromberg, Inhaber der Spendwerk GmbH. Erverdeutlichte Denkweisen, Einstellungen und Bedürfnisse von Großspendern. Außerdem räumte er mit einer weitverbreiteten Illusion von Millionenspenden auf: Vielmehr seien Großspenden für Organisationen Beträge, die etwa das Zehnfache der regelmäßigen Spendenhöhe betrügen. Und er spielte die Verantwortung bewusst den Museen zu: „Sind Sie bereit für eine Großspende?“

Tagungsergebnisse zum nachlesen

Der Arbeitskreis Museumsmanagement richtet alle zwei Jahre Tagungen zu museumsrelevanten Fragestellungen aus. Auch zur aktuellen Tagung ist ein Buch mit den Ergebnissen erschienen. Es kann hier bestellt werden. Einen Überblick über die vergangenen Tagungen und die entsprechenden Tagungsbände gibt es auf der Website des Arbeitskreises Museumsmanagment.

Text: PR/MD

Foto: Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg

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